Kürzlich wurden die deutschen Übersetzungen weiterer Normen der 50000er Reihe veröffentlicht und somit als technisches Regelwerk in Deutschland und Österreich verbindlich:
– ISO 50003 (Anforderungen an Zertifizierungsgesellschaften)
– ISO 50006 (Energetische Ausgangsbasis und Energiekennzahlen)
– ISO 50015 (Messen und Verifizieren der energetischen Ausgangsbasis) (erwartet in 2018)
Gleichzeitig werden die Anforderungen der Deutschen Akkreditierungsstelle (Dakks) an die Zertifizierungsunternehmen verschärft: Messen und Verifizieren von Einsparmaßnahmen wird eine zusätzliche Anforderung bei der Zertifizierung von Managementsystemen nach ISO 50001 sein. Dies wird über die ISO 50003 konkret verschärft.
Die Norm 50003 sieht explizit vor, dass die Verbesserung der energiebezogenen Leistung Teil des Zertifizierungsprozesses und die sich daraus ergebende Beurteilung integraler Bestandteil der Zertifizierungsentscheidung ist. Die ISO 50003 fordert eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung durch messbare, d.h. belastbare Ergebnisse im Vergleich zur energetischen Ausgangsbasis. Das bedeutet konkret, dass ein Nicht-Erreichen der Verbesserungsziele als Abweichung gewertet wird. Kann diese Abweichung nicht behoben werden, droht der Entzug des Zertifikats.